Sophia goes Africa

21 Wochen in Namibia und Südafrika

13August
2017

Ankunft in Windhoek und der erste Eindruck

Hallo und herzlich willkommen auf meinem Blog!

Am 12. August um 20:10 Uhr, startet meine Reise nach Afrika am Frankfurter Flughafen. 10 Stunden Flugzeit liegen vor mir, die für mich ziemlich bequem enden, weil der Sitzplatz neben mir leer bleibt. Schon während der letzten Flugstunde bekomme ich einen ersten Eindruck davon, wie riesig dieses Land ist. Obwohl es mehr als doppelt so groß wie Deutschland ist, leben hier nur knapp 2,5 Millionen Menschen. Das ergibt 2,2 Personen pro Quadratkilometer und das macht sich bemerkbar. Nur etwa alle 20 Minuten sind durch das Flugzeugfenster einige Lichter auf dem ansonsten stockdunklen Erdboden zu sehen.

Um kurz nach 5 Uhr Ortszeit lande ich nach einigen turbulenten Stunden endlich auf dem Hosea Kutaki International Airport in Windhoek, Namibias Hauptstadt. Mr. Fernando, der mich zum Chameleon Backpacker Hostel bringen soll, empfängt mich freundlichst. Kaum dass ich den kleinen, aber sehr schönen Flughafen verlasse, überwältigt mich bereits Anblick der aufgehenden, blutroten Sonne. Auf der darauffolgenden etwa 30-minütigen Fahrt in die Innenstadt WIndhoeks, bekomme ich die ersten Vorstellungen davon, wie wunderschön Namibias Landschaft ist.

Links und rechts von mir erstrecken sich endlose Weiten, Berge und Gebüsch. Das Land ist extrem trocken, da hier gerade Winter und somit Trockenzeit ist. Von Oktober bis Februar und in unseren Frühjahrsmonaten wird es hier Regenschauer geben, die jedoch so kurz sind, dass Mr. Fernando mir gar nicht glauben kann, dass es in Deutschland des öfteren mehrere Stunden oder Tage am Stück regnet. Wir fahren an Straßenschildern vorbei, die vor Rindern und Antilopen warnen und ich muss gestehen, dass mich der Linksverkehr ziemlich irritiert, obwohl ich das nicht zum ersten Mal erlebe. Die meiste Zeit der Fahrt verbringen wir schweigend, weil ich viel zu beschäftigt damit bin, die Landschaft um mich herum zu bestaunen. Und obwohl ich totmüde von dem Flug bin, erreichen wir die innenstadt Windhoeks gegen 7 Uhr viel zu schnell.

Windhoek ist keineswegs die Art von Hauptstadt, wie man sie sich vorstellt. Zwischen 300.000 und 400.000 Menschen leben hier, also ungefähr 15% der Gesamtbevölkerung. Die Häuser in Windhoek, die ich bisher gesehen habe, sind klein und somit unterscheidet sich das Stadtleben hier deutlich zu dem uns bekannten. Um diese Zeit sind die Straßen und Gehwege leer. Mr. Fernando fährt mich bis vor die Tür meines Hostels und begleitet mich an die Rezeption. Hier werde ich die erste Nacht in Namibia verbringen, bevor ich am nächsten Morgen zur Naankuse Wildlife Sanctuary Farm gebracht werde. Leider können die Zimmer erst ab 14:00 Uhr bezogen werden, weshalb ich die darauffolgenden Stunden im Innenhof des Chameleon's am Pool verbringe und namibischen Joghurt probiere, der etwas anders als bei uns schmeckt, aber dennoch sehr lecker ist. Dazu gibt es Saft, der für mich stark nach Wassermelone aussieht, den ich jedoch am Geschmack nicht identifizieren kann.

Über die Nachricht, dass ich doch schon um 12:00 Uhr in mein Zimmer kann, freue ich mich riesig und noch glücklicher bin ich über die lang ersehnte Dusche. Mein Zimmer ist einfach, es ist ein Mehrbettzimmer, doch für eine Nacht reicht es vollkommen aus. Zu meinen ersten Ausgaben zählt hier ein Schloss, mit dem ich mein Gepäckfach und somit meine Wertsachen diebstahlsicher mache, weil das Mehrbettzimmer keinen eigenen Schlüssel hat. Anschließend mache ich mich auf die Suche nach etwas essbaren. Bevor ich losziehe, begegne ich noch einmal Mr. Fernando, der mich ermahnt, niemals zu zeigen, dass ich Geld und ein Handy bei mir trage. Nach über 24 Stunden, in denen ich nur Flugzeugessen und Joghurt zu mir genommen habe, bin ich wahnsinnig hungrig. Ich ende bei dem einzigen "Restaurant", das ich von meinem Hostel aus sehen kann: KFC (schmeckt hier übrigens genauso wie in Deutschland). Supermärkte sind hier sonntags leider auch geschlossen; gegen etwas Frisches hätte ich absolut nichts gehabt. Dennoch bin ich glücklich über mein Essen, das ich zurück im Hostel am Pool genieße, wo ich außerdem den Rest des Abends verbringen werde, weil die Dämmerung schon gegen 17:45 einbricht.

Ich freue mich unglaublich auf Naankuse und das, was mich morgen und die kommenden Wochen erwartet. Auf die Natur, die Tiere und die Menschen, denen ich begegnen werde und auf viele tolle neue Erfahrungen und Erlebnisse.

 

  Die Aussicht auf den Sonnenuntergang:Der Pool im Chameleon Backpacker Hostel: Die Bar im Chameleon Backpacker Hostel: